Video in Motion beim BMW freischalten – so funktioniert es
Ab Werk sperrt BMW die Videowiedergabe im iDrive sobald das Fahrzeug fährt. DVD-Player, TV-Tuner oder Medieninhalte – alles wird ausgeblendet, sobald die Geschwindigkeit über null steigt. Für Beifahrer und Fondpassagiere ist das unnötig einschränkend. Per Codierung lässt sich diese Sperre bei vielen Modellen aufheben.
Warum sperrt BMW das überhaupt?
Der Hintergrund ist rechtlicher Natur. BMW möchte sicherstellen, dass der Fahrer nicht durch Videoinhalte abgelenkt wird. Die Sperre gilt daher für alle Bildschirme, die im Sichtfeld des Fahrers liegen – also das iDrive-Display in der Mittelkonsole.
Bei Fahrzeugen mit Fondbildschirmen oder separaten Displays für Rücksitzpassagiere ist die Situation etwas komplexer – dort kann die Sperre oft selektiv aufgehoben werden.
Welche Fahrzeuge sind betroffen?
Die Video-in-Motion-Sperre findet sich in nahezu allen BMW Modellen mit iDrive-System:
- F-Serie mit CIC, NBT oder NBT-Evo
- G-Serie mit MGU/iDrive 7
- E-Serie mit CCC oder CIC (teilweise)
Die genauen Möglichkeiten hängen vom verbauten iDrive-System ab. Nicht jede Variante lässt sich vollständig freischalten – das prüfen wir vor der Codierung.
Was genau wird freigeschaltet?
Je nach Fahrzeug und iDrive-Version sind verschiedene Dinge möglich:
- DVD-Wiedergabe während der Fahrt (bei Fahrzeugen mit DVD-Laufwerk)
- TV-Tuner-Bild während der Fahrt (bei Fahrzeugen mit TV-Option)
- Rear-Seat-Entertainment ohne Fahrtsperre
- Videostreaming über Apple CarPlay oder Android Auto (systemabhängig)
Wichtig: Die Freischaltung gilt für das iDrive-Display. Was der Fahrer selbst sieht und wie er fährt, liegt weiterhin in seiner Verantwortung.
Rechtliche Einordnung
In Deutschland ist es dem Fahrer untersagt, Bildschirme zu bedienen oder zu beobachten, die nicht zur Fahrzeugsteuerung oder Navigationshilfe dienen – wenn das Fahrzeug in Bewegung ist. Das gilt unabhängig davon, ob die Sperre technisch aufgehoben ist oder nicht.
Für Beifahrer gibt es keine solche Einschränkung. Video in Motion ist also für Familien mit Kindern auf der Rückbank oder für Fahrten mit Beifahrern durchaus sinnvoll – solange der Fahrer selbst konsequent nicht auf den Bildschirm schaut.
So läuft die Codierung ab
Die Codierung erfolgt wie alle anderen Anpassungen per Remote. Du brauchst das passende Diagnosekabel (ENET für F/G-Serie), einen Windows-PC und eine Internetverbindung. Wir verbinden uns, prüfen das verbaute iDrive-System und setzen die Freischaltung.
Die Änderung ist reversibel – wenn du das Fahrzeug verkaufst oder die Funktion nicht mehr möchtest, lässt sich alles zurücksetzen.